10 Jahre Schütt-Stiftung: Zeit für einen Rückblick

10 Jahre Stiftungsarbeit, Schütt Stiftung, Generationendialog

 

Der Leitgedanke unserer Stiftung war und ist: Menschen und Organisationen zu verbinden, praxiserprobte Projekte weiterzutragen und an die jeweiligen regionalen Bedürfnisse anzupassen. Diese Vernetzung bildet das Fundament unserer Arbeit – und sie wächst stetig weiter.

Ute Schütt, Stifterin der Schütt-Stiftung

Seit zehn Jahren engagiert sich die Schütt-Stiftung „Generationen im Einklang“ für den generationenübergreifenden Dialog, für gegenseitige Wertschätzung und gegenseitiges Lernen.

Der Leitgedanke unserer Stiftung war und ist: Menschen und Organisationen zu verbinden, praxiserprobte Projekte weiterzutragen und an die jeweiligen regionalen Bedürfnisse anzupassen. Diese Vernetzung bildet das Fundament unserer Arbeit – und sie wächst stetig weiter.

Insbesondere in den letzten Jahren stand die Förderung von Bildung im Mittelpunkt unserer Projekte. Um unsere Wirksamkeit zu stärken, sind wir dem Netzwerk Stiftungen und Bildung beigetreten – einem bundesweiten Zusammenschluss engagierter Stiftungen, Vereine und Initiativen.

Stiftungsidee noch zeitgemäß?

Was hat sich verändert?

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Diversität und internationale Migration haben zugenommen. Diese wirken sich auf alle Bereiche der Gesellschaft und unmittelbar auf den Schulbetrieb, Arbeits- und Wohnungsmarkt aus.

Mit der Pandemie fehlen in verschiedenen Branchen Arbeitskräfte, die aufgehört haben oder abgewandert sind.

Klimawandel und KI erfordern schnelle Anpassung von Infrastruktur, Bildung und verlangen neues Denken für Veränderungsprozesse in Unternehmen und Gesellschaft.
Der technische Fortschritt (E-Mobilität, KI) begleitet von Veränderungen in globalen Wettbewerbsstrukturen beeinflusst zugleich Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze.

Folgenschwere Entscheidungen u.a.in den USA, Kriege und Konflikte in Europa führen zu hohen Investitionen in die eigene Verteidigung, gesellschaftlicher Unsicherheit und zu Umverteilung der Ressourcen, die gravierende Folgen für das Leben vieler zur Folge haben. Diese Veränderungen lösen auch Angst in der Gesellschaft vor Wohlstandsverlusten und Sorge um die Zukunft bei der jungen Generation aus.

Bereiche wie Bildung und Kultur, die gesellschaftlichen Zusammenhalt stiften und erst eine lebenswerte Zukunft für alle Generationen ermöglichen, werden nach wie vor mit zu wenigen Mitteln gefördert und erfahren sogar Mittelkürzungen. Doch Bildung ist nicht verhandelbar. Sie ist Türöffner für die Zukunft des Einzelnen und der Gesellschaft!

Was bedeuten diese Veränderungen für die Stiftung

Unsere Stiftungsidee ist und bleibt weiterhin hochaktuell.
Wir Akteure in der Zivilgesellschaft müssen enger kooperieren und Ressourcen bündeln, um mehr Wirksamkeit, Nachhaltigkeit und Sichtbarkeit zu erreichen.
Die Förderaktivitäten der Stiftung sind noch stärker darauf auszurichten.

Unsere Projekte

Die GenerationenWerkstatt:
Lernphase in der Montessori Schule, München: Unterstützung beim Ausbau der GenerationenWerkstatt, die dort im schulischen Alltag für alle Schüler*innen etabliert ist und von Senior*innen als Mentor*innen/Expert*innen unterstützt und zum Teil geleitet wird. www.montessori-muenchen.de

Burgschule Lebus: Aufbau einer GenerationenWerkstatt in einer staatlichen Schule mit Unterstützung der Montessorischule, München, als verpflichtendes Nachmittagsangebot an die Schüler*innen: https://www.burgschule-lebus.de/seite/358333/generationen-im-ein….html

Partnerprojekt „GenerationenWerkstatt“ der Ursachenstiftung:
Diese Projektidee unter partnerschaftlicher Beteiligung von  Schule, Handwerk und Stiftung wurde nach der erfolgreichen Erprobung und Etablierung durch die Ursachenstiftung von uns nach Mecklenburg-Vorpommern und Berlin getragen:Malchin/Mecklenburg-Vorpommern: Mit Unterstützung der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, des Netzwerks Run und der Regionalschule Malchin hat die Schütt-Stiftung ein Projekt mit 2 Mädchen und 2 Jungen bei verschiedenen Handwerkern – Tischler, Maler und Sattler – durchgeführt. Das Projekt ermöglichte den Handwerkern, junge Leute als potenzielle Auszubildende kennenzulernen und Werbung für eine handwerkliche Ausbildung zu machen. Die Schüler*innen erlangten haptische Fähigkeiten, erlernten die Zusammenarbeit im Team und erhielten viel Anerkennung und neue Motivation. Leider wurde dieses Projekt in Mecklenburg-Vorpommern nicht weitergeführt, während es in Niedersachsen immer weiter durch die Ursachenstiftung ausgerollt wird und fest etabliert ist: www.ursachenstiftung.de.

Röntgenschule Berlin-Neukölln: Vernetzung schafft Wirkung
Durch Vorstellung der GenerationenWerkstatt in einer Regionaltagung des Netzwerkes Stiftungen und Bildung in Berlin wurde die Röntgenschule darauf aufmerksam. Wir haben das Projekt auf deren Bedürfnisse und Zielgruppe angepasst und es zeigt, wie fruchtbar Kooperationen sein können.
Gemeinsam mit dem Förderverein der Schule, der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH, SIS Senior Experten in School und dem SES Senior Experten Service Bonn setzen wir an der Röntgenschule ein generationenübergreifendes Bildungsprojekt um. Die verschiedenen Akteure bringen ihr Know How ein und machen dieses Projekt erfolgreich.
Ohne die enge Vernetzung und Zusammenarbeit wäre dieses Projekt nicht möglich.
Rückblick und Ausblick Projekt Röntgenschule
Das Projekt an der Röntgenschule Berlin hat uns sehr deutlich gemacht, vor welchen Herausforderungen die Schulen stehen.
Diversität und internationale Migration sind längst Normalität. Sie sind der Schulalltag!
Um allen Schüler*innen gerecht zu werden, müssen Bildungsstrukturen nachhaltig verändert werden!
Diese Erkenntnis hat uns bewegt, die Novembererklärung des Netzwerkes Stiftungen und Bildung: 👉 www.netzwerk-stiftungen-bildung.de zu unterzeichnen und unsere Erfahrungen im Magazin Stiftungen & Sponsoring mitzuteilen.
Denn wir sind überzeugt, dass Bildung bei den anstehenden Herausforderungen in unserer Gesellschaft eine Schlüsselfunktion hat. Wir müssen unsere Erfahrungen als Stiftungen weitergeben und die Öffentlichkeit darüber informieren. Bildungsausgaben sind eine Investition in die Zukunft. Der Ertrag übersteigt die eingesetzten Kosten. Wir glauben, dass jedes Projekt von einer guten Netzwerkarbeit profitiert und sich längerfristig etablieren kann.

Wenn Sie Interesse haben, gemeinsam mit uns Projekte umzusetzen, oder die Idee der GenerationenWerkstatt in Ihrem Umfeld umsetzen möchten, freuen wir uns, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen.